Wissenswertes

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Gesteinsarten

Granit

Granite entstehen durch die Erstarrung von Gesteinsschmelzen (Magma) innerhalb der Erdkruste, meistens in einer Tiefe von mehr als 2 km unter der Erdoberfläche. Im Gegensatz dazu stehen die vulkanischen Gesteine, bei denen das Magma bis an die Erdoberfläche dringt. Granit ist deshalb ein Tiefengestein (Fachausdruck: Plutonit). Gesteine, die sehr nahe an der Erdoberfläche (weniger als 2 km) erstarren, nennt man hingegen Subvulkanite, Übergangsmagmatit oder Ganggestein.

Granite entstehen in den meisten Fällen nicht aus Material des Erdmantels, sondern aus aufgeschmolzenem Material der unteren Erdkruste. Für die Entstehung von Magmakammern muss mit Zeiträumen von 10 bis 15 Millionen Jahren gerechnet werden.

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Marmor

Marmore sind Metamorphite (Umwandlungsgesteine), die mindestens 50 Volumenprozent Calcit, Dolomit oder seltener Aragonit enthalten. Viele bestehen aus fast nur einem Karbonatmineral (d. h. sind monomineralisch). Marmore haben unter hohem Druck und/oder hoher Temperatur eine Metamorphose erfahren. Die Kristallkörner des Calcits sind zumeist mit dem Auge erkennbar. Viele gehören zu den Paragesteinen, das heißt sie sind aus Sedimentiten (Ablagerungsgesteinen) hervorgegangen. Eine Ausnahme bilden Marmore, die eine zweite Metamorphose durchlaufen haben und schon vorher Marmore und damit Metamorphite waren, und solche, die aus der Umwandlung von Karbonatiten entstehen. Als Karbonatit wird in der Geologie ein seltenes magmatisches Gestein bezeichnet, das mehr als 50 % Karbonatminerale enthält. Vereinzelt kommen auch in Abfolgen karbonatischer Sedimentgesteine metamorphe Bereiche vor.

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Kalkstein

Kalkstein besteht überwiegend aus den Mineralen Calcit und Aragonit, zwei Kristallisationsformen von Calciumcarbonat (kohlensaures Calcium CaCO3). In mehr oder minder schwankenden Anteilen kommen andere Minerale vor. Dazu zählen Tonminerale, Dolomit (CaMg(CO3)2), Quarz, Gips und andere. Überwiegt der Dolomitanteil, so spricht man vom Gestein Dolomit. Besitzt der Kalkstein einen relativ hohen Anteil an Tonmineralen, so bezeichnet man ihn dann als Mergel. Kalkstein kann auch bis zu mehreren Prozent organische Substanz enthalten und wird dann bituminöser Kalk (bei Vorhandensein von Schwefelwasserstoff auch Stinkkalk) genannt.
Kalksteine können innerhalb der Sedimentgesteine mehreren Typen angehören. Der überwiegende Teil der Kalksteine ist aber biogenen Ursprungs, das heißt er wurde von Lebewesen gebildet und abgelagert. Kalkstein kann aber auch durch chemische Prozesse (die wiederum von Lebewesen beeinflusst werden können) aus dem Wasser ausgefällt werden. Weiterhin kann ein Gestein, welches aus Calciumcarbonat besteht (Kalkstein oder Marmor), abgetragen, transportiert und an anderer Stelle als klastisches Sediment wieder abgelagert werden.

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Porphyr

Gesteine mit porphyrischem Gefüge entstehen, wenn Magma im Erdinneren zunächst langsam erkaltet. In der Tiefe bilden sich bereits wenige, aber große Kristalle, die in der Schmelze schwimmen. Kommt es dann zu einem schnellen Aufstieg des Magmas mit einem Vulkanausbruch, kühlt das verbleibende noch flüssige Magma sehr rasch ab und kristallisiert. Dabei entstehen zahlreiche, mikroskopisch kleine Kristalle, die als Matrix bezeichnet werden. Je rascher die Abkühlung erfolgt, desto feinkörniger wird die Grundmasse. Die großen, mit bloßem Auge gut sichtbaren Kristalle werden als Einsprenglinge bezeichnet. Sie haben meist eine Größe zwischen wenigen Millimetern und mehreren Zentimetern. Meistens besitzen sie eine voll ausgebildete, typische Kristallform („idiomorph“).

Es wird allgemein zwischen quarzreichem und quarzarmem Porphyr unterschieden. Beim Erstgenannten finden sich Quarzkristalle als Einsprenglinge. Er wird daher auch als Quarzporphyr bezeichnet. Die heute gültige Bezeichnung ist Rhyolith. Quarzarme Porphyre können Quarz noch in der Grundmasse besitzen; er kann aber auch vollständig fehlen. Aufgrund der variablen chemischen Zusammensetzung fallen unter den Begriff des quarzarmen Porphyrs mehrere Gesteine, wie zum Beispiel Andesit, Trachyt oder Dazit. Auch Ignimbrite wurden früher als quarzarme Porphyre bezeichnet.

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Sandstein

Sandstein entsteht durch die Verkittung (Zementation) von lockerem Sand und hat daher die gleichen Entstehungsbedingungen wie dieser. Er ist im Gegensatz zu chemischen und biogenen, von Lebewesen abgelagerten Gesteinen wie Kalkstein oder Kohle klastischen Ursprungs, besteht also aus Trümmern verwitterter und abgetragener Gesteine. Da Quarz ein relativ verwitterungsresistentes Mineral ist, welches außerdem in sehr vielen Gesteinen vorkommt, reichert es sich beim Verwitterungs- und Transportprozess stark an, während andere Mineralkörner zerfallen. Deshalb bestehen die Sandsteine ganz überwiegend aus diesem Mineral.
Die wichtigsten Entstehungsräume für Sandsteine sind die Meere, dabei vor allem die küstennahen Flachmeere, die Schelfe. Der Sand stammt aber meist vom Festland und wird durch Flüsse und Meeresströmungen an seinen endgültigen Ablagerungsort transportiert. Es gibt aber auch zahlreiche Sandsteinvorkommen, die auf dem Festland entstanden sind. Dabei überwiegen die fluvialen, das heißt die von Flüssen abgelagerten Sandsteine deutlich über die äolischen, also vom Wind abgelagerten.
Im Meer gebildete Sandsteine finden sich in deutschen Mittelgebirgen mit großer Lagerstättenmächtigkeit zum Beispiel im Elbsandsteingebirge sowie im Zittauer Gebirge. Die in Deutschland weit verbreiteten Sandsteine des Buntsandsteins weisen mitunter ein breites Farbspektrum und im Querschnitt zur Lagerstätte oft Merkmale der Schrägschichtung auf. Nicht zwingend sind diese stets farbig, so gibt es auch zahlreiche weiße und hellgraue Sandsteinvorkommen (Kraftsdorfer Sandstein) innerhalb der lithostratigrafischen Einheit Buntsandstein. Im Alpengebiet treten Sandsteine schwerpunktweise in der Molassezone auf.

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Schiefer

Tonschiefer (engl. slate) sind Gesteine aus dem Übergangsbereich von der Diagenese zur Metamorphose. Es handelt sich um dichte klastische Gesteine mit schwarzer, schwärzlich grauer, bläulich grauer, auch grünlicher, gelblicher, roter und violetter Farbe, die eine engständige Schieferung im Millimeterbereich aufweisen.

Sie entstehen aus Tonstein unter gerichtetem Druck und erhöhten Temperaturen und können sowohl den Sedimentiten wie auch den Metamorphiten zugerechnet werden.  Dabei zeigt das Gestein aber noch keine der typischen, in der Metamorphose gebildeten Minerale. Bei der Gebirgsbildung werden die Tonsteinschichten durch seitlichen Druck aufgefaltet. Während dieser tektonischen Vorgänge kommt es zunächst zur Anlage von Lösungsflächen senkrecht zum vorherrschenden Druck.  Neue Tonminerale kristallisieren auf den Flächen, dadurch erhält der ursprüngliche Tonstein sein schiefriges Gefüge.

Die Dichte schwankt um 2,8 g/cm³. Die Zusammensetzung kann erst durch die Röntgenbeugung bestimmt werden, da der Durchmesser der einzelnen Mineralkörner deutlich unter 20 μm liegt. Das Gestein besteht aus größeren oder geringeren Mengen von klastischem Material, das neben den eigentlichen Tonmineralen auch Quarz- und Feldspatkörner, sowie detritische Glimmer- und Chloritblättchen enthält. Daneben kann ein Tonschiefer in kleinsten Mengen Schwerminerale wie dunkle nadelförmige Rutilkriställchen oder kleine Pyritwürfel enthalten.

In den feinkörnigen Gesteinen sind oft Fossilien zu finden, die aber oft durch die Deformation verzerrt oder zerstört wurden. Davon nicht betroffen sind Mikrofossilien, die zur Datierung der Gesteine herangezogen werden können.

Die Zugehörigkeit zur Gruppe der Sedimentite oder Metamorphite wird ebenfalls mit Hilfe der Röntgenbeugung bestimmt. Hierbei wird speziell das in geologischen Zeiträumen temperaturempfindliche Verhalten des Tonminerals Illit benutzt, dessen 10Å-Reflex bei zunehmender Metamorphose ausgeprägter ist.

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Quarzit

Quarzit ist weltweit verbreitet und in metamorph überprägten Orogenkomplexen ein häufiges Gestein. Vorkommen in Europa sind etwa die zahlreichen Quarzitvorkommen in den Alpen oder zum Beispiel die Quarzitvorkommen in Spanien (Córdoba, Segovia), Bulgarien (Balkangebirge) oder in Skandinavien. Quarzite kommen in vielen der alten Kratone vor, so unter anderem etwa am Jebel-Uweinat im Ost-Sahara-Kraton in Ägypten,  im São-Francisco-Kraton in Brasilien oder in der Kaniapiskau-Supergroup des Labradorbeckens am Nordostrand des Superior-Kratons in Nordamerika.

Quarzite findet man auch gelegentlich als eiszeitliches Geschiebe in Norddeutschland, sie stammen aus metamorphen Serien in Schweden und Norwegen. Die im Natursteinsektor von Deutschland am häufigsten verwendeten Gesteine dieser Gruppe sind der Alta Quarzit aus Alta (Norwegen) und die exklusiven und hochpreisigen blauen Sorten aus dem Bundesstaat Bahia in Brasilien (Azul Do Macaubas, Azul Imperial) sowie aus Skandinavien (Caribbean Blue).

Viele der gemeinhin als Quarzit bezeichneten Gesteine sind keine echten Quarzite, sondern durch Kieselsäure verfestigte Sandsteine. In Deutschland findet man solche „Quarzite“ oder „Felsquarzite“ unter anderem im Rheinischen Schiefergebirge zu beiden Seiten des Mittelrheintales im Taunus und im Hunsrück, so zum Beispiel an der Goldgrube und in den Steinbrüchen im Köpperner Tal im Taunus. Weitere Vorkommen befinden sich in der Eifel, im Westerwald und östlich davon in der Hörre. Des Weiteren ist Quarzitsandstein im Westharz aufgeschlossen; dort ist er leicht rötlich gefärbt und wird als Acker-Bruchberg-Quarzit bezeichnet. Außerhalb Deutschlands tragen ebenfalls viele verkieselte Sandsteine den Namen Quarzit, so etwa in der Bretagne (Armorikanischer Quarzit) oder die „Quarzite“ des Kambriums in der Montagne Noire (Mur quartzeux).

Ein nennenswertes Beispiel für europäische Dekorationsgesteine dieser Art ist die Sorte Schokschinsk aus einer Gewinnungsstelle am Westufer des Onegasees. Dieser Naturstein wurde u.a. für den Sarkophag Napoleons (Invalidendom) und für den obereren Portikus des Lenin-Mausoleums in Moskau verwendet.

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Oberflächenbearbeitung

Poliert

Polierte Oberflächen erhalten durch Polieren eine glänzende Oberfläche und die einzelnen Farben kommen mehr zum Vorschein bedingt dadurch, dass die Farben durch das Polieren intensiver und die Kontraste verschärft werden. Bei Granit kann man nach dem Polieren die einzelnen Mineralien im Gestein sehr gut sehen. Polierte Oberflächen lassen sich am einfachsten reinigen. Auf der anderen Seite ist eine polierte Oberfläche sehr glatt und wirkt nicht gerade rutschhemmend. Folglich findet man polierte Oberflächen eher selten im Außenbereich.

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geschliffen

Bei Geschliffene Oberflächen wird die Oberfläche egalisiert und hat eine mattere und weniger farbige Optik als eine polierte Oberfläche,  da bei der Bearbeitung der Oberfläche  eine grobkörnigere Schleifscheibe verwendet wird. Bei Granit sind die einzelnen Mineralien zwar noch zu erkennen, vergleichsweise zur polierten Oberfläche jedoch nicht mehr so klar. Im Unterschied zur polierten Oberfläche ist die geschliffene Oberfläche rutschhemmender und kann im Außenbereich als Bodenbelag verwendet werden.

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Geflammt

Geflammte Oberflächen sind verbreitet und beliebt  bei Granit, da sich dieser aufgrund des hohen Quarzanteils flammen lässt. Beim Flammen wird die glatte Granitoberfläche sprichwörtlich mit sehr großer Hitze beflammt, wodurch einzelne Bestandteile der Gesteinsstruktur je nach Hitze unterschiedlich wegplatzen. Durch diese Prozedere erhält man eine raue Oberfläche und eine relativ gleichmäßig Oberflächenstruktur. Im Vergleich zur geschliffenen Oberfläche kommt die Farbe und Struktur des Gesteins besser zum Vorschein. Die Oberfläche ist besonders im Außenbereich als Bodenbelag in Form von Pflaster und Terrassenplatten geeignet da die Oberfläche eine gute Trittfestigkeit hat.

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Geflammt gebürstete Oberflächen

Geflammt gebürstete Oberflächen finden vermehrt bei Granit Anwendung, denn durch das Bürsten kann die bereits schon geflammte Oberfläche verfeinert werden, in dem die leichten Unebenheiten geglättet werden. Beim Bürsten wird die Oberfläche mit Metall- oder Kunststoffborsten gebürstet, wodurch die Oberfläche im Vergleich zur geflammten Oberfläche reinigungsfreundlicher wird. Der Vorteil zur geflammten Oberfläche ist, dass sich auf der etwas glatteren Oberfläche Verschmutzungen weniger schnell absetzen, die Reinigung einfacher und die sich glatt-anfühlende Oberfläche zugleich eine gute Trittfestigkeit gewährt.

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Sandgestrahlt

Bei Gesandstrahlten Oberflächen wird die Oberfläche mit verschiedenen Materialien mittels Luftdruck gesandstrahlt. Diese Oberfläche wird überwiegend im Innenbereich verwendet wie bspw. im Bad, da die Oberfläche rutschhemmend, minimal rau, hygienisch und pflegeleicht ist. Anwendungsgebiete sind auch dekorative Elemente für Wände, Schriftzüge und dergleichen.

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Gestockt

Bei Gestockten Oberflächen wir die gesägte Oberfläche mit einem Stockhammer via Hand oder maschinellen Drucklufthammer gestockt. Die Oberfläche zeichnet sich durch eine gute Trittfestigkeit aus und weist den Charakter eines rustikalen Belags auf. Sprichwörtlich sieht die gestockte Oberfläche gepunktet aus. Durch das Stocken der Oberfläche kommt es zu Farbabweichungen zum Grundton.

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Spaltrauh oder naturrauh

Spaltraue Oberflächen sind typisch für Schiefer, Sandstein, Quarzit, Porphyr oder Gneis. Durch das Spalten des Rohmaterials unterscheiden sich die einzelnen Stärken des jeweiligen Produkts, da das Rohmaterial nur so gespalten werden kann wie die natürliche Form und Gegebenheit des Naturgesteins es ermöglicht. Durch die spaltraue Oberfläche entsteht eine trittfeste Oberfläche und die Oberfläche  kommt überwiegend im Außenbereich zur Anwendung.

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Verlegemuster

Verlegeschemen-Standardverband

1 Boden im Quadrat-Kreuzfugenverband     2Boden im feien Bahnenverband  

 

3 Boden im englischen Verband    4 Boden in Bahnen mit freien Längen

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Pflasterverlegeschemen

1   Pfllaster im Schuppenbogenverband   2  Pflaster Reihenverband

3Pflaster in Passe   4  Pflaster im Segmentbogenverband

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Reinigung

Spezialprodukte zur Reinigung

Teer- und Ölentferner

Zementschleierentfernen (nicht für alle Steine geeignet)

Spezialentferner für alte Imprägnierungen

 

 

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Reinigung und Pflege von Marmor- und Kalksteinböden

Intensive Reinigung bei grober Verschmutzung

 

Laufende Unterhaltsreinigung

 

Imprägnierung als Erstpflege und langzeit Wiederauffrischung

mit farbvertiefender Wirkung

 

farbneutral

 

 

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Reinigung von Terrassen

Für die intensive Reinigung durch verschmutzung durch Algen und Grünbelag empfehlen wir

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